FSJbericht von 01.08.17 bis 31.08.17 ( Erster Monat ) - Lara Ockensfels

Auf dem Sonnenhof ist kein Tag wie der andere das kann ich nach den vier Wochen die ich jetzt schon auf dem Sonnenhof bin definitiv sagen. Meine Aufgaben bestehen darin Pferde zu füttern, den Stall am Wochenende zu misten, Pferde zu bewegen und somit Ausgleich zur Therapie und dem täglichen Reitunterricht zu schaffen, außerdem begleite ich Therapiestunden, gebe Reitunterricht und gehe mit Gästen ins Gelände.

Mit meinem FSJ wollte ich einen Einblick in die Reittherapie erlangen, das ist auf dem Sonnenhof möglich, denn es gibt viele Menschen mit Verschiedenen Krankheitsbildern die auf dem Sonnenhof die Nähe zu Pferden erfahren. Der Grund wieso ich einen Hof gewählt habe der so weit weg von zu Hause ist lässt sie ganz leicht begründen. In den meisten Reitbetrieben steht das Wohl der Pferde nicht an erster Stelle auf dem Sonnenhof sieht das anders aus. Im Sommer 24 Stunden auf den an den Hof grenzenden Weiden, auf jedes Pferd individuell abgestimmtes Kraftfutter, Equimassage, Magnetdecke und hochwertige und vor allem passende Sättel und Gurte. Das Ergebnis sind ausgeglichene, zufriedene und gesunde Pferde, das findet man leider nicht an jedem Stall.

Jedes Pferd hat hier seine ganz eigene Geschichte und nun auf dem Sonnenhof ein neues Zuhause gefunden.

 

Am meisten Aufmerksamkeit zieht natürlich die niedliche zehn köpfige Shettybande auf sich die stets für Überraschungen sorgt und jedes Herz im nu erobert. Sie haben ihre WG im Shettygarten wo Paddockplatten mit Sand und Weideboxen auch den Rehe empfindlichen Shettys stets Platz zum bewegen zur Verfügung steht, auch sie kommen vormittags auf eine wenig bewachsene Weide.

 

Geritten werden die kleinen Chaoten mit einem Gurt und meistens quer durch den Wald, denn so lernt man am besten sich sicher auszubalancieren, später geht es dann an die Longe und schließlich in den Reitunterricht.

 

 

Das als kleine Zusammenfassung was der Sonnenhof ist.

Nun zu meinem FSJ.

 

 

Es gibt zwei Zimmer für die Freiwilligen auf dem Hof, dort stehen viele Betten für die einwöchige Ferienbetreung im Sommer. Belegt sind sie den Rest des Jahres natürlich nicht alle. Auch wenn man sich auch mal ein Zimmer teilen muss und die Zimmer direkt verbunden sind, gibt es hier die Möglichkeit seine Freizeit zu verbringen. Sie sind gemütlich eingerichtet und bieten Möglichkeiten sich für ein Jahr sein Zuhause einzurichten. Abends gibt es hier mit und für alle essen. Mit dem kochen wird sich abgewechselt und abends sitzt man dann immer nett zusammen. 

Morgens geht es dann auf dem Hof los, ca. die ersten zwei Stunden sind jeden Morgen gleich, Shettys füttern, Pferde reinholen, füttern und anschließend wieder raus bringen. Dann geht es weiter mit Therapie oder ausgleichsarbeit. Tüddeltag für ein Pferd, über abhänge krackseln um Muskulatur aufzubauen oder Dressurarbeit um die Pferde zu Gymnastiziere alles ist dabei... Nach einer langen Mittagspause geht es dann nachmittags weiter mit der Begleitung von Reittherapie und oder des normalen Reitunterrichtes. Hier steht für alle Kinder ein 

vielfältiges Angebot zu Verfügung. Sie kommen zum Hof und erfahren dann ob es ins Gelände geht, an der Longe Sitzschulung gemacht wird oder ob es in den Dressurunterricht geht. Langweilig wird es nie, an besonderen Tagen gibt es dann auch mal so Überraschungen wie zum Beispiel mit den Ponys zum See zu gehen.

Ich weiß nicht wer auf die Idee gekommen ist diesen Hof nach der Sonne zu benennen, denn diese lässt sich hier eher selten blicken, das strahlende Lächeln von den Kindern und Eltern, zusammen mit den sanftmütigen Pferden die hier jeden Tag Wunder vollbringen zeigt dass der Sonnenhof seinem Namen alle Ehre macht.

 

 

Ich bin sehr glücklich hier zu seien und genieße es jeden Tag mit den Menschen und Pferden zusammenzuarbeiten.