Hallo,
mein Name ist Lydia, ich bin 19 Jahre alt und komme aus Hannover. Ich habe auf dem Sonnenhof ein 3-monatiges Praktikum gemacht, da ich Sonderpädagogik studieren möchte.
Auf dem Sonnenhof gibt es 13 Großpferde, 10 Ponys, 3 Hunde und 4 Katzen. Besonders die Hofkatze Isis und ich haben uns angefreundet
Ich bin immer von montags bis donnerstags auf dem Hof und schlafe im Delfinzimmer. Das heißt so, weil ein riesiges Holzbett mit Delfinstatuen im Zimmer steht. Das Bett ist super und obwohl es  so groß ist schläft Isis lieber auf mir.

Ich wollte euch mal etwas über meinen Tagesablauf und meine Erfahrungen erzählen.

Ab halb sieben sind wir im Stall, füttern die Pferde und bringen diese dann raus. Danach kümmern wir uns um den Stall. Meine Aufgabe dabei ist es die Ponys zu füttern und alle Heunetze zu stopfen. Ich helfe auch dabei die Pferde zu putzen und zu satteln. Einmal die Woche darf ich auch reiten und das macht sehr viel Spaß.Wenn alle Pferde die geritten wurden versorgt sind, bereitet unsere „Hausmutti“ um etwa 11 Uhr ein tolles Frühstück für uns vor. Sobald ich irgendwelche Fragen habe oder neue Bettwäsche brauche, kann ich unsere Hausmutti immer fragen. Sie sorgt dafür, dass wir nicht verhungern und immer genug überlebenswichtiger Joghurt im Kühlschrank ist.  Danke dafür.

Danach kümmern wir uns um Aufgaben rund um den Hof. Ich räume zum Beispiel die Ponysattelkammer oder das Reiterstübchen auf und kümmere mich um die Sattelpflege. Einmal habe ich Bahnschilder für die Reithalle gemalt, das hat richtig Spaß gemacht.  Ich habe das Thema Obst und Gemüse gewählt.

Vormittags sind auch oft Therapiestunden, die besonders interessant sind. Ich helfe dann die Pferde fertig zu machen und assistiere im Unterricht.

Jeden Montagvormittag fahren wir mit dem Pony Mala zum Klosterhof und besuchen die Dementenstation. Der Klosterhof (Haus der Generationen) ist eine Einrichtung für psychisch oder seelisch beeinträchtigte Menschen mit verschiedenen Krankheitsbildern. Überall wo das Pony auftaucht, freuen sich die Menschen und streicheln es. Ich finde diese Idee super und mir macht es Freude die Menschen so glücklich zu sehen. 

Zwischen 12 Uhr und 14 Uhr haben wir Mittagspause die jeder für sich verbringt. Ich kuschel immer mit Isis und ruhe mich etwas aus.

Danach holen wir die Pferde für den Unterricht rein und machen diese fertig. Im Anschluss helfe ich den Kindern die Ponys fertig zu machen und wir gehen ausreiten, auf den Ponyreitplatz oder Schlitten fahren. Ich habe sogar einmal den Unterricht selbst geleitet und einen kleinen Parcours aufgebaut. Zudem mussten die Kinder Übungen auf den Ponys machen. Den Kindern und mir hat das viel Freude bereitet. Nach dem Unterricht füttern wir die Ponys und Pferde und sorgen dafür, dass der Stall wieder ordentlich wird. 

Es kommen auch Kinder mit Behinderungen, zum Beispiel mit Down-Syndrom. Ich helfe den Kindern die Ponys fertig zu machen und assistiere  im Unterricht. Auch dort machen wir Übungen auf dem Ponys. Zum Beispiel strecke ich meine Arme aus, das Kind reitet an mir vorbei und steckt mir Ringe auf die Arme. 

Einmal die Woche kommt eine Volti-Gruppe, dort üben wir eine Kür. Das ist auch ziemlich lustig.

Manchmal machen wir auch ein paar Sonderaktionen, zum Beispiel  einen Laternenumzug  oder  Kekse backen.  Solche Aktionen sind besonders schön, da ein engerer Kontakt zu den Kindern aufgebaut wird.

Abends essen wir alle zusammen Abendbrot. Einer kocht immer für alle und zum Glück musste ich nie kochen. Das wäre ziemlich schief gegangen. Es gibt Hühnchen, Nudeln, Auflauf und vieles mehr. Das besondere daran ist die Vielfalt an Gerichten und Gewürzen, aber es schmeckt immer super.  Nachdem wir zusammen abgeräumt haben, verbringt jeder den Abend für sich. Ein bisschen Zeit für sich und Entspannung tut auch ganz gut. Ich kuschel mit Isis, die den ganzen Tag auf mich wartet.

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe viele neue Erfahrungen sammeln können.

Jedem der gerne mit Kindern und Tieren zusammen arbeitet, kann ich nur ein Praktikum auf dem Sonnenhof empfehlen.